Verbundprojekt SIGrun: Teilprojekt “Präferenz”

Projektleiterin Prof. Dr. Veronika Busch
Mitarbeiterin Julika Strauß
julika.strauss@uni-bremen.de
Kontakt Prof. Dr. Veronika Busch
Universität Bremen
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Enrique-Schmidt-Str. 7
28359 Bremen
Telefon: +49 421 218-67780
veronika.busch@uni.bremen.de
www.musik.uni-bremen.de
Projekthomepage www.sigrun2009.de
Kurzbeschreibung
(deutsch)
Das SIGrun-Teilprojekt „Präferenz“ untersucht die Auswirkungen vertieften Musikunterrichts im Rahmen von JeKi auf die musikalische Präferenzentwicklung von Grundschulkindern. Den Forschungshinter-grund bildet die aktuelle musikpsychologische und musikpädagogische Diskussion zum Konzept der Offenohrigkeit („open-earedness“, Hargreaves, 1982), mit dem die positive Beurteilung vielfältiger Musikstile von Kindern zu Beginn der Grundschulzeit beschrieben wird. Die bisherige Forschungslage zur Offenohrigkeit zeigt, dass es ab einem Altern von etwa neun Jahren zu einer Einengung der Musikpräferenz auf Pop- und Rockmusik kommt. Hierbei äußern Jungen früher als Mädchen deutliche Musikpräferenzen und -abneigungen.Mittels quantitativer und qualitativer Methoden wird im Rahmen einer quasiexperimentellen Längsschnittstudie der Frage nachgegangen, wie vertiefter Musikunterricht die musikalische Präferenzentwicklung beeinflusst und was die Gründe für die beobachtete Entwicklung sind. Hierbei wird die Musikpräferenz von Grundschulkindern mit und Grundschulkindern ohne vertieften Musikunterricht im Verlauf der ersten vier Schuljahre verglichen und auf folgende potentielle Einflussfaktoren fokussiert: u.a. Persönlich-keitsmerkmale, Hörgewohnheiten im Alltag, musikalisches Erleben und Verhalten sowie musikalische Toleranz.
In Kooperation mit dem SIGrun-Teilprojekt „Kulturelle Teilhabe“ wird zudem untersucht, inwieweit eine – möglicherweise durch JeKi gestärkte – musikalische Erfahrungsoffenheit die Entwicklung einer generellen kulturellen Offenheit begünstigt.
Kurzbeschreibung
(englisch)
The SIGrun sub-project “Preference” investigates the effects intensified music education (JeKi) may have on the development of musical preference in elementary school children.
The current discussion in Music Psychology and Music Education of Hargreaves’ “open-earedness”-hypothesis (1982) forms the theoretical background of this study. Previous research shows an age-related decline in tolerance for music genres other than pop and rock music. This development starts at the age of nine years, with a climax at puberty. Boy’s decline in open-earedness may start even earlier and appears more restrictive.
Using quantitative and qualitative methods a quasi-experimental longitudinal study is conducted to investigate and explain the possible influence of JeKi on the development of musical preference.
Musical preference of children with and without intensified music education will be compared during the first four school years focussing on potential influencing factors, such as personality characteristics, listening habits, musical experience and behaviour as well as musical tolerance.
In cooperation with the SIGrun sub-project “Cultural Participation” it will be investigated whether – possibly JeKi encouraged – musical tolerance will aid the development of general cultural interest and openness.